Presseaussendungen

4. Dez. 2018 | Ethik – ein oft falsch verstandener Begriff

 

 

Presseinformation

Senat der Wirtschaft: Ethik – ein oft falsch verstandener Begriff

 

Mondsee: „Alle haben einen Ethikkodex, aber keine Socke hält sich dran“, mit dieser scharfen Analyse versuchte Ulf Posé, Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. und Lehrbeauftragter für Wirtschaftsethik des MCI, die 220 Unternehmerinnen und Unternehmer, die zur Senats-Veranstaltung ins Schloss Mondsee gekommen waren, darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht genügt, etwas lediglich aufzuschreiben, sondern man muss sich auch daran halten. „Vor allem“, so Posé weiter, „darf die Vorbildwirkung nicht unterschätzt werden.“ Es bedarf einer Verträglichkeit zwischen wirtschaftlich nachhaltigem Handeln und sozial verträglichem Miteinander. Dabei ist Vertrauen einer der wichtigsten Maßstäbe. Es gibt viel zu viele Führungskräfte, aber zu wenige Führungspersönlichkeiten. Denn nur wenn man auf einer Vertrauensbasis miteinander umgeht – wobei auch Fehler möglich sein müssen – kann ethisches Handeln einen Nährboden finden, ist Posé überzeigt. Ergänzend deponierte Mag. Gerhard Grabner, Wirtschaftsdirektor des Stiftes Göttweig und Mitglied des Ethik-Beirats des Senats der Wirtschaft, dass viele Entwicklungen in Unternehmen oftmals wie in der Forstwirtschaft ablaufen: „Man sät, sieht aber die Ernte nicht sofort, denn die folgt erst sehr viel später“.

 

Sustainable Development Goals (SDG)-Award

Im Rahmen der Veranstaltung wurde erstmals der SDG-Award des Senats der Wirtschaft verliehen. Vor der Verleihung zeigte Dr. Ursula Vavrik, Mitglied des Ethik-Beirats, in ihrem Referat, dass die UN Sustainable Development Goals (SDGs) weltweit vereinbarte, ganz konkrete Handlungsnormen sind, für deren Erreichung sich Unternehmen und Individuen einsetzen sollten. Unter den einreichenden Unternehmen wurden Hali Büromöbel, die Buchdruckerei Lustenau und die Brauerei Hirt mit dem SDG-Award ausgezeichnet. Für ihre Pionierarbeit, eine Neuorientierung der gesamten Finanzwirtschaft an den Nachhaltigkeitszielen zu bewirken, überreichte Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats, gemeinsam mit dem Ethik-Beirat, der VBV Vorsorgekasse den Special-SDG-Award. Das Unternehmen setzte sich schon lange vor der „Nachhaltigkeitswelle“ mit diesem Thema auseinander und richtete die Unternehmensaktivitäten danach aus.

Im Nachklang erinnerte Dr. Erhard Busek, Präsident des Senats der Wirtschaft, an die Kraft der Worte und prangerte die „Umweltverschmutzung der Worte“ an. Er appellierte, auf die Zukunft zuzugehen: „Wir müssen das Beste aus unserer Zukunft machen und nicht ständig jammern, dass die Vergangenheit besser war.“ Er forderte auch ein, dass das Leben und Arbeiten nicht durch immer mehr RiskmanagerInnen bestimmt werden solle, die im Vorfeld schon wissen, warum etwas nicht geht, sondern von ChangemanagerInnen, die die Zukunftschancen positiv bewerten. Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats, brachte mit seiner Bemerkung: „Stell Dir vor Du schaust in Dich hinein und findest niemanden“, die Anwesenden zum Nachdenken.

 

Beefuture

Zum Abschluss der Ethikveranstaltung überzeugte Dipl.-Ing. Frank Weiß, Geschäfts-führer von Beefuture, dass es ohne Bienen kein Leben geben kann. Denn: „Da die Mehrheit der gepflanzten Nahrungsmittel sowie der Bäume durch Bienen bestäubt wird, dauert es nur 12 Jahre bis die Menschheit verhungert, wenn die Bienen aussterben und wir sind am besten Weg dorthin“, so Weiß. Er hat sich daher der Rettung der Bienenvölker verschrieben. Für nur Euro 2.000,- im Jahr kann man ein neues Bienenvolk ins Leben rufen und von ihm betreuen lassen. Das beefuture-Team pflegt das Bienenvolk und am Jahresende erhält man rd. 15 kg Honig mit dem Logo des jeweiligen Unternehmens. Ein ideales, nachhaltiges Geschenk.

Das Bienenvolk kann im Garten des Unternehmens, auf einem Hausdach, aber auch auf, von Weiß zur Verfügung gestellten, Wiesen aufgestellt werden. „Österreich hat in den letzten Jahrzehnten rund 50 Prozent seiner Bienenvölker verloren. Wenn wir jetzt nicht handeln, ist es bald zu spät“, deponiert Weiß. Nach diesem eindrucksvollen Appell hat sich nicht nur der Senat der Wirtschaft sofort entschlossen ein Bienenvolk zu finanzieren, sondern viele der Anwesenden erklärten sich ebenfalls spontan dazu bereit. „Wenn wir nicht nachhaltig Handeln, wer soll es dann tun?“, so Hans Harrer.

Mit dieser eindrucksvollen Welle an nachhaltigem Tun wurde dieser Jahresausklang mit einem musikalischen und kulinarischen Hochgenuss abgeschlossen.

 

Gesichtet wurden u.a.:

  • Dr. med. Gerhard Beck & Dr. med. Günther Beck, Revital Aspach
  • Dr. Markus Fallenböck, Verlagsgruppe News Ges.m.b.H
  • Brigitte Ecker & Ing. Mag. Alexander Labschütz, Epamedia GmbH
  • Mag. Christine Schwarz-Fuchs, Buchdruckerei Lustenau GmbH
  • Dipl.-Ing. Dr. Arthur Primus, Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH
  • Mag. Karin Keglevich-Lauringer, Special Public Affairs
  • KR Arthur Bellutti, Bellutti GmbH
  • Karl C. Reiter, Posthotel Achenkirch GmbH
  • Dipl.-Ing. Peter Traupmann, Österreichische Energieagentur
  • Dr. Irma Brazda & Robert Koenes, MBA, Iventa Int. Management Consulting GmbH
  • Johannes Gschwandtner, Technosert Electronic GmbH
  • Ing. Günther Probst, Schmachtl GmbH

 

 

Fotonachweis

  • Foto 1: v.l.n.r.: Dieter Härthe (Senat der Wirtschaft Deutschland), Ulf Posé, Mag. Karin Keglevich-Lauringer, Dipl.-Ing. Frank Weiß, Hans Harrer
  • Foto 2: v.l.n.r.: Dipl.-Ing. (FH) Christoph Ungersböck (Sick GmbH), Mahdi Allagha (Senat der Wirtschaft), Mag. Gerhard Zirsch (Fokus Zukunft GmbH & Co. KG), Ing. Helmut Maier (Sick GmbH)
  • Foto 3:  v.l.n.r.: Rilinda Rexhepi, Azam Rexhepi (beide Rex Werbeagentur OG), Dr. Hannes Jakob (Dr. Hannes Jakob GmbH)
  • Foto 4: Die SDG-Award-Preisträger und Nominierten
  • Fotocredit: Senat der Wirtschaft/wildbild

 

Rückfragehinweis:

  • Mag. Karin Keglevich-Lauringer
  • Special Public Affairs GmbH
  • Tel: 01-5322545-10 oder 0664 3380834
  • Email: keglevich@spa.co.at

 

 

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