01.06.2016 | 2. Forum Europäische Gesundheitspolitik | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

01.06.2016 | 2. Forum Europäische Gesundheitspolitik

„Betriebliche Gesundheitsvorsorge – Gesundheit nimmt ihren Anfang bei uns selbst“

Das 2. Forum Europäische Gesundheitspolitik akzentuiert die Eigenverantwortung

Wien, 1. Juni 2016 – Der SENAT DER WIRTSCHAFT begrüßte am Mittwoch, den 1. Juni 2016, über 50 interessierte Gäste bei einem hochkarätigen Gedankenaustausch in der neu eröffneten Residenz Josefstadt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde verdeutlicht, dass der „Salutogenese“, der Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung der Gesundheit, in Hinkunft ein viel größerer Stellenwert beigemessen werden muss. Unternehmerische Best practice-Beispiele zeigten praxisnahe Möglichkeiten für die Umsetzung

 

2.Forum Europäische Gesundheitspolitik(1)

Ein interessiertes Auditorium in der Residenz Josefstadt

„Gesundheit“ ist eine Hauptsäule der Aktivitäten des SENAT DER WIRTSCHAFT. Unter der Leitung von Senator MR Dr. Hannes Schoberwalter finden im Rahmen des „Forum Europäische Gesundheitspolitik“ fortlaufend Gesprächsrunden und Diskussionsabende statt, um anhand aktueller Themen praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Unternehmerinnen und Unternehmer zu diskutieren.

Diesmal stand die „Betriebliche Gesundheitsvorsorge“ im Mittelpunkt des Abends. Nach der Begrüßung durch die Generalsekretärin des SENATs, Gabriele Stowasser,  begann Dr. Susanne Schunder-Tatzber in ihrer Eigenschaft als Präsidentin der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention mit ihrem Vortrag unter dem Titel „„Health as Asset – Medizin im betrieblichen Kontext jenseits legistischer Anforderungen“ und hob den Begriff  „Salutogenese“ hervor. Das Augenmerk der Medizin und der Unternehmen müsse mehr und mehr auf den Erhalt der Gesundheit abzielen. Dabei wurde ein Auszug möglicher Begleitmaßnahmen zur Prävention und zur Betrieblichen Gesundheitsvorsorge vorgestellt. Die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention stellt in diesem Zusammenhang einen kompetenten Ansprechpartner für Fragen und zur Beratung dar.

2.Forum Europäische Gesundheitspolitik

vlnr: MR Dr. Hannes Schoberwalter, Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Dr. Gerhard Hubmann, Dr. Susanne Schunder-Tatzber

Im Anschluss daran präsentierte Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Leiter des Health Center der Unicredit Bank Austria und ao. Univ.-Professor am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, anhand seines Unternehmens ein konkretes Best practice-Beispiel. Sein Motto: „Praxisbeispiele betrieblicher Gesundheitsförderung“. Die Betriebliche Gesundheitsvorsorge der Unicredit Bank Austria geht weit über die klassischen Instrumente hinaus. In einer Vielzahl von Maßnahmen wird für die mentale, psychische und physische Gesundheit vorgesorgt. Der Mensch ist als einheitliches Ganzes mit seinen drei Komponenten von Seele, Geist und Körper zu verstehen. Diese Tatsache findet in einer gesamtheitlichen Gesundheitskonzeption zukunftsorientierter Unternehmen entsprechende Berücksichtigung.

Im letzten Teil der Vortragstrilogie berichtete Dr. Gerhard Hubmann, Vizepräsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin (ZIM) in der Therme Wien Med, wie Salutogenese in Zeiten der digitalen Vernetzung Anwendung finden kann. Mit dem Thema „Individuelles Gesundheitsmanagement – der Weg zur eigenen Gesundheit“ stellte er mit dem erfolgreichen IGM-Projekt ein Tool vor, mit dessen Hilfe Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter ihr individuelles Gesundheitsprofil anlegen können, und daraus abgeleitet konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden, die der Förderung der Gesundheit und des eigenen Wohlbefindens dienen, um auf diese Weise den beruflichen Anforderungen besser und effektiver begegnen zu können. Mit dankenswerter Unterstützung der Obfrau und des Generaldirektors der Wiener Gebietskrankenkasse und der GAMED wurde es ermöglicht, dieses Projekt mit der TU München ins Leben zu rufen und umzusetzen. Die ersten Ergebnisse des Pilotprojekts sind vielversprechend – Anfragen interessierter Unternehmen liegen vor.

Der Referatszyklus wurde mit einer angeregten Diskussion abgerundet – das Auditorium zeigte sich sehr interessiert und durch die Ausführungen der Vortragenden beeindruckt.

Senator MR Dr. Hannes Schoberwalter stellte abschließend fest: „Mit dem Forum Europäische Gesundheitspolitik leistet der SENAT DER WIRTSCHAFT einen aktiven Beitrag zur Stärkung und Unterstützung eines europäischen Selbstbewusstseins der Unternehmerinnen und Unternehmer. Nur mit Selbstbewusstsein ist es möglich, zum Wohle der Wirtschaft und der Gesellschaft voranzugehen, auch was die brennenden Gesundheitsthemen unserer Zeit betrifft!“



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