14. MÄRZ 2018 | MITTELSTANDS-ALLIANZ-TALK: GEWERBE UND HANDWERK STÄRKEN! | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

14. MÄRZ 2018 | MITTELSTANDS-ALLIANZ-TALK: GEWERBE UND HANDWERK STÄRKEN!

 

 

Am Beispiel des Schneiderei-Gewerbes wurde bei diesem After-Work-Talk der MITTELSTANDS-ALLIANZ im Atelier Erlach am 14. März 2018 eindrucksvoll gezeigt, wie Qualität, Kompetenz und Lösungsorientierung vom Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, dem Mittelstand, gelebt wird.

Auf Einladung von Senator Peter Hennemann und Schneidermeister Andreas Erlach wurden die aktuellen Entwicklungen im Schneiderei-Gewerbe einleitend dargestellt. In weiterer Folge wurden einige der Aufgabenstellungen des Gewerbes besprochen und wie man diesen erfolgreich begegnen kann.

 

vlnr: J. Ressel (GF-Operation, SENAT), Senator P. Hennemann, Schneidermeister A. Erlach, Senator A. Sael, Dr. J. Linhart (GF-MITTELSTANDS-ALLIANZ des SENAT)

 

Andreas Erlach stellte die Lehrlingssituation dar und hielt aufgrund seiner Erfahrung fest, dass sich junge Menschen Zeit lassen sollen, um einen Beruf zu ergreifen, der sie wirklich erfüllt. In unserer Zeit braucht es bei Jugendlichen länger, bis sie den notwendigen Reifegrad erlangt haben, um eine gute Entscheidung für sich persönlich zu treffen. Mit 14 Jahren ist dieser in den meisten Fällen noch nicht gegeben. Ausbildungsbetriebe können kein Eltern-Ersatz sein, sondern haben die Aufgabe, eine gute fachliche Grundausstattung zu vermitteln, aber für Lebens- und Sozialberatung fehlt hier die Qualifikation. Da wir alle länger leben und daher auch länger Arbeiten werden, ist das auch keine Dramatik, sich am Beginn länger Zeit zu nehmen, um die Berufsentscheidung zu treffen.

Peter Hennemann stellte für Gewerbe und Handwerk am Beispiel der Schneiderei folgende Erfolgsfaktoren in den Fokus: Eine kundenorientierte Bedarfsanalyse, gepaart mit optimaler Material- und Verarbeitungs-Kompetenz, sowie einer Orientierung an Qualität, Individualität und Ehrlichkeit. Dazu zählt auch die Kompetenz, die KundInnen sanft anzuleiten, was passt und eben auch nicht passt. Ergänzend führte er an, dass lokale Beschaffung und Verarbeitung auch im Sinne eines immer stärker werdenden Ökologie-Bewusstseins der KundInnen dem Handwerk und Gewerbe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Am Beispiel der Bekleidungsindustrie im Konfektionsbereich ist dies besonders deutlich, wo Stoffe und Halbfertigprodukte tausende von Kilometer zurücklegen, bis sie schlussendlich im Store landen.

Jochen Ressel, Geschäftsführer-Operations des SENAT DER WIRTSCHAFT, der durch den Abend führte, zeigte auf, dass Gewerbe und Handwerk eine ganz wichtige Rolle für die Balance der Gesellschaft übernehmen, die tendenziell auf ein „immer alles noch billiger“ orientiert ist. Hier wird daher der Wert der Arbeit bewusst gemacht und die Wahrnehmung geschärft, dass bei verschiedensten Produkten aufgrund des Preises irgendetwas nicht stimmen kann und stellte das beispielhaft an den Fleischpreisen in Diskontmärkten oder eben auch am Preis für Bekleidung von Billiganbietern dar.

Abschließend zeigte Dr. Johannes Linhart als Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ den Leistungsumfang dieser SENATs-Initiative dar und forderte die Gäste auf, zur Multiplikation eines werteorientierten Wirtschaftens beizutragen.

Bei Snacks und Getränken und bester Stimmung folgte ein intensiver Gesprächsaustausch.

 

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