19. FEBRUAR 2018 | „VERÄNDERUNG“ IM ZENTRUM DES NEUJAHRSEMPFANGS DES SENAT DER WIRTSCHAFT | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

19. FEBRUAR 2018 | „VERÄNDERUNG“ IM ZENTRUM DES NEUJAHRSEMPFANGS DES SENAT DER WIRTSCHAFT

 

„Ferenterunk, VERÄNDERUNG oder Veränderüngchen“. Das war das Motto des Neujahrsempfangs des SENAT DER WIRTSCHAFT am 19. Februar 2018, im neuen und futuristischen ÖAMTC-Hauptgebäude. An die 200 Gäste waren gekommen, um die Inputs eines hochkarätigen Podiums mitzuverfolgen und zu diskutieren, welche Veränderungen Wirtschaft und Gesellschaft jetzt brauchen. SENATs-Präsident Dr. Erhard Busek wies daher gleich am Beginn darauf hin, dass es höchst an der Zeit ist, sich endlich mit den Dingen zu befassen, um die es in Wahrheit geht und die die Zukunft bestimmen, statt in der Öffentlichkeit Diskussionen um Kleinigkeiten zu führen. In der Einleitung sprach Jochen Ressel, Geschäftsführer-Operations des SENAT, die Fragen an, die im Rahmen der Veranstaltung diskutiert werden: Wie radikal kann oder muss Veränderung sein, damit sie passiert? Wie stark darf sie sein, damit sie von allen mitgegangen werden kann und wie kann ein veränderungsförderndes Gesamtklima in Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden?

 

SENATs-Präsident Dr. Erhard Busek eröffnet den Neujahrsempfang 2018.

 

Nachdem der bekannte Neurologe Univ.Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek in einem beeindruckenden Kurzstatement verständlich machte, wie unser Gehirn auf Veränderung reagiert und warum Angst davor fast immer eine Begleiterscheinung der Veränderung ist, forderte Dr. Hannes Androsch als neu ernannter Ehrensenator des SENAT DER WIRTSCHAFT, das Auditorium auf anzuerkennen, dass zwar alle vorgeben, Veränderung zu wollen, aber die Handlungsnotwendigkeit meist bei den Anderen sehen. Das muss sich ändern. In seinen Unternehmen bewirkte er Veränderung durch die Bewusstmachung der Dynamik der Zeit. Mit Angst zu agieren – „Ihr müsst euch verändern, sonst wird es uns bald nicht mehr geben“ – ist ganz bestimmt die falsche Strategie. Anhand des Bespiels seines Unternehmens AT&S (Weltmarktführer im Bereich der Leiterplattentechnologie) zeigte er, dass mitunter Entscheidungen für Veränderungen auch falsch sein können, wenn man auf die falsche Technologie oder die falschen Kunden setzt. Deswegen muss man trotzdem weiter am Ball bleiben, ohne einer Katastrophenstimmung Raum zu geben. Wie stark wir uns in nächster Zeit verändern müssen wird einem bewusst, wenn man von Indien und anderen asiatischen Regionen zurück nach Österreich kommt. Unumwunden sagte er: „Da bläst ein anderer Wind, auf den wir uns einstellen müssen.“

 

vlnr: NR-Abg. Dr. Niss, Mag. Breitenecker, T. Pollak, Dr. Androsch, Univ.-Prof. Dr. Lalouschek, R. Thonhauser

 

Thomas Polak, Chief Innovation Manager der UNIQA, ergänzte, dass vor allem Vorstände und Geschäftsführungen aufgerufen sind, der Innovation Platz einzuräumen. Bei der UNIQA führte das auch im Unternehmen zu Irritationen, zum Hinterfragen von bestehenden Strukturen und Gepflogenheiten und hatte daher nicht immer nur Freunde. Dadurch entsteht im Unternehmen jedoch eine zukunftsorientierte Diskussionskultur, durch die Altes aufbrechen und verändert werden kann. Mag. Markus Breitenecker, CEO von ProSieben/SAT1/Puls4-Österreich, ließ mit klaren Worten aufhorchen. Es gehe nicht an, einen kleinkarierten Minikrieg der Belanglosigkeiten in einem Land wie Österreich zu führen, wenn die Konkurrenz in Wahrheit nicht im eigenen Land sitzt, sondern wenn wir uns in einem Medienkrieg der US-Konzerne gegen Europa befinden, den wir wahrnehmen und erkennen müssen. Durch eine Vereinigung der Anstrengungen von staatlichen und privaten Medien muss eine breitere und wirtschaftlich fundierte Basis geschaffen werden, damit Medien ihre Verantwortung für die Veränderung einer Gesellschaft übernehmen können. Der Erfolg des Sendeformats „2 Minuten 2 Millionen“ ist ein Beweis, dass die SeherInnenschaft Themen aufnimmt, die mit Zukunftsorientierung zu tun haben.

Mit Raphael Thonhauser als Mitglied des JUNGEN SENAT DER WIRTSCHAFT, wurde die Perspektivenerweiterung durch den Blick der Jugend auf Veränderung eingebracht. In seinem Statement wurde die Selbstverständlichkeit einer sich dramatisch und fortlaufend verändernden Welt für die Generation Y und den nachfolgendenen Generationen klar – Generationen, die laufend hart daran arbeitet, in der Veränderung zu bleiben und dadurch auch einer laufenden Kraftanstrengung ausgesetzt ist. Für diese Generationen geht es nicht darum, sich in die Veränderung zu begeben, sondern sie befindet sich laufend in diesem Prozess und muss damit klarkommen. Beispielhaft zeigte er auch semantische Veränderungen wie z.B. die Veränderung des Begriffs „UnternehmerIn“ hin zum neu definierten Begriff „Entrepreneur“. Er forderte die Anwesenden auf, sich des Drucks der Veränderung bewusst zu sein, mit dem die Jugend laufend konfrontiert ist.

Abschließend referenzierte die Nationalratsabgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, die im Rahmen der Regierungsverhandlungen den Bereich „Digitalisierung und Innovation“ mitverhandelt hatte, aus Regierungssicht auf das bisher gesagte. Sie zeigte auf, wie sehr die jetzt im Amt befindliche Regierung mit sinnvollen Lösungen für Veränderung stehen will und hoch motiviert ist, diese in allen Bereichen umzusetzen. Sie verschwieg auch nicht, dass der Weg dabei erst entsteht und nicht von vornherein klar definiert werden kann. Jeder Input, der auch von Organisationen der Zivilgesellschaft, wie dem SENAT DER WIRTSCHAFT, eingebracht wird, ist dabei herzlich willkommen, denn die Aufgabenfelder und Herausforderungen sind komplex und vielfältig.

Neben den notwendigen Veränderungen im Bildungsbereich, in der Klimapolitik und der Medienpolitik wurden in der von SENATs-Geschäftsführer Jochen Ressel moderierten Diskussion auch die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt angesprochen. Univ.-Prof. Dr. Lalouschek schloss die Diskussion mit der Antwort auf die Frage, wie ein kreativitätsförderndes Klima für Veränderung geschaffen werden kann, mit der Aufforderung, sich selbst zu erkennen, sich auf die wahren Aufgaben zu konzentrieren und Ablenkungen zu vermeiden, um zielgerichtet und mit großer Achtsamkeit Prozesse zielgerichtet umsetzen zu können.

 

vlnr: SENATs-Vorstandsvorsitzender H. Harrer, Ehrensenator DI Rudi Roth, Finanzvorstand E. Ullmann, Ehrensenator Dr. Hannes Androsch, Dieter Härthe (Vorstandsvorsitzender SENATE OF ECONOMY International)

 

Im Zuge des Neujahrsempfangs wurden Dr. Hannes Androsch sowie DI Rudi Roth als Ehrensenatoren im SENAT DER WIRTSCHAFT geehrt sowie über 40 neue SenatorInnen mit ihrer Ernennungsurkunde willkommen geheißen. Der Vorstandsvorsitzende des SENAT, Hans Harrer, dankte allen Podiumsgästen und BesucherInnen für die wertvollen Inputs, die uns alle antreiben, für die Veränderung einzutreten, die Zukunft aktiv mitzugestalten und dabei nicht die Risiken, sondern die Chancen zu sehen.

 

Bei bester Stimmung ließen die Gäste des SENATs den Nachmittag gemeinsam mit einer Vielzahl von Senatorinnen und Senatoren ausklingen.

 

 

 

SdW_jahersauftakt_190218_00103 SdW_jahersauftakt_190218_00107 SdW_jahersauftakt_190218_00114 SdW_jahersauftakt_190218_00119 SdW_jahersauftakt_190218_00121 SdW_jahersauftakt_190218_00127 SdW_jahersauftakt_190218_00128 SdW_jahersauftakt_190218_00133 SdW_jahersauftakt_190218_00136 SdW_jahersauftakt_190218_00141 SdW_jahersauftakt_190218_00143 SdW_jahersauftakt_190218_00148 SdW_jahersauftakt_190218_00150 SdW_jahersauftakt_190218_00155 SdW_jahersauftakt_190218_00160 SdW_jahersauftakt_190218_00167 SdW_jahersauftakt_190218_00170 SdW_jahersauftakt_190218_00173 SdW_jahersauftakt_190218_00177 SdW_jahersauftakt_190218_00182 SdW_jahersauftakt_190218_00184 SdW_jahersauftakt_190218_00189 SdW_jahersauftakt_190218_00198 SdW_jahersauftakt_190218_00199 SdW_jahersauftakt_190218_00205 SdW_jahersauftakt_190218_00207 SdW_jahersauftakt_190218_00210 SdW_jahersauftakt_190218_00215 SdW_jahersauftakt_190218_00219 SdW_jahersauftakt_190218_00221 SdW_jahersauftakt_190218_00222 SdW_jahersauftakt_190218_00232 SdW_jahersauftakt_190218_00234 SdW_jahersauftakt_190218_00236 SdW_jahersauftakt_190218_00237 SdW_jahersauftakt_190218_00240 SdW_jahersauftakt_190218_00242 SdW_jahersauftakt_190218_00243 SdW_jahersauftakt_190218_00245 SdW_jahersauftakt_190218_00247 SdW_jahersauftakt_190218_00251 SdW_jahersauftakt_190218_00254 SdW_jahersauftakt_190218_00259 SdW_jahersauftakt_190218_00266 SdW_jahersauftakt_190218_00267 SdW_jahersauftakt_190218_00269 SdW_jahersauftakt_190218_00270 SdW_jahersauftakt_190218_00272 SdW_jahersauftakt_190218_00280 SdW_jahersauftakt_190218_00286 SdW_jahersauftakt_190218_00288 SdW_jahersauftakt_190218_00291 SdW_jahersauftakt_190218_00296 SdW_jahersauftakt_190218_00303 SdW_jahersauftakt_190218_00317 SdW_jahersauftakt_190218_00319 SdW_jahersauftakt_190218_00328 SdW_jahersauftakt_190218_00338 SdW_jahersauftakt_190218_00340 SdW_jahersauftakt_190218_00341 SdW_jahersauftakt_190218_00343 SdW_jahersauftakt_190218_00347 SdW_jahersauftakt_190218_00357 SdW_jahersauftakt_190218_00359 SdW_jahersauftakt_190218_00363 SdW_jahersauftakt_190218_00369 SdW_jahersauftakt_190218_00370 SdW_jahersauftakt_190218_00372 SdW_jahersauftakt_190218_00376 SdW_jahersauftakt_190218_00379 SdW_jahersauftakt_190218_00382 SdW_jahersauftakt_190218_00384 SdW_jahersauftakt_190218_00387 SdW_jahersauftakt_190218_00392 SdW_jahersauftakt_190218_00395 SdW_jahersauftakt_190218_00399 SdW_jahersauftakt_190218_00404 SdW_jahersauftakt_190218_00409 SdW_jahersauftakt_190218_00412 SdW_jahersauftakt_190218_00430 SdW_jahersauftakt_190218_00435 SdW_jahersauftakt_190218_00450 SdW_jahersauftakt_190218_00456 SdW_jahersauftakt_190218_00461 SdW_jahersauftakt_190218_00466 SdW_jahersauftakt_190218_00485 SdW_jahersauftakt_190218_00494 SdW_jahersauftakt_190218_00502 SdW_jahersauftakt_190218_00507 SdW_jahersauftakt_190218_00530 SdW_jahersauftakt_190218_00535 SdW_jahersauftakt_190218_00539 SdW_jahersauftakt_190218_00542 SdW_jahersauftakt_190218_00547 SdW_jahersauftakt_190218_00549 SdW_jahersauftakt_190218_00556 SdW_jahersauftakt_190218_00560 SdW_jahersauftakt_190218_00566 SdW_jahersauftakt_190218_00570 SdW_jahersauftakt_190218_00574 SdW_jahersauftakt_190218_00582 SdW_jahersauftakt_190218_00591 SdW_jahersauftakt_190218_00606 SdW_jahersauftakt_190218_00611 SdW_jahersauftakt_190218_00614 SdW_jahersauftakt_190218_00622 SdW_jahersauftakt_190218_00629 SdW_jahersauftakt_190218_00631 SdW_jahersauftakt_190218_00642 SdW_jahersauftakt_190218_00648 SdW_jahersauftakt_190218_00650 SdW_jahersauftakt_190218_00657 SdW_jahersauftakt_190218_00666 SdW_jahersauftakt_190218_00668 SdW_jahersauftakt_190218_00671 SdW_jahersauftakt_190218_00673 SdW_jahersauftakt_190218_00677 SdW_jahersauftakt_190218_00678 SdW_jahersauftakt_190218_00683 SdW_jahersauftakt_190218_00689 SdW_jahersauftakt_190218_00690 SdW_jahersauftakt_190218_00692 SdW_jahersauftakt_190218_00693 SdW_jahersauftakt_190218_00695 SdW_jahersauftakt_190218_00702 SdW_jahersauftakt_190218_00708 SdW_jahersauftakt_190218_00712 SdW_jahersauftakt_190218_00716 SdW_jahersauftakt_190218_00718 SdW_jahersauftakt_190218_00721 SdW_jahersauftakt_190218_00726 SdW_jahersauftakt_190218_00732 SdW_jahersauftakt_190218_00736 SdW_jahersauftakt_190218_00004 SdW_jahersauftakt_190218_00009 SdW_jahersauftakt_190218_00011 SdW_jahersauftakt_190218_00020 SdW_jahersauftakt_190218_00035 SdW_jahersauftakt_190218_00039 SdW_jahersauftakt_190218_00041 SdW_jahersauftakt_190218_00057 SdW_jahersauftakt_190218_00067 SdW_jahersauftakt_190218_00069 SdW_jahersauftakt_190218_00075 SdW_jahersauftakt_190218_00078 SdW_jahersauftakt_190218_00082 SdW_jahersauftakt_190218_00089 SdW_jahersauftakt_190218_00093 SdW_jahersauftakt_190218_00096 SdW_jahersauftakt_190218_00100


Um alle Bilder der Veranstaltung zu sehen, melden Sie sich bitte mit Ihren Daten an!
css.php