20. SEPT. 2017 | WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN ZUM IRAN IM FOKUS | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

20. SEPT. 2017 | WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN ZUM IRAN IM FOKUS

 

 

Ein Zukunftmarkt im Fokus

 

Am 20. September 2017 fand im Wiener Looshaus ein Außenhandels-Wirtschaftsgespräch statt, um im Vorfeld der SENATs-Wirtschaftsdelegationsreise in den Iran Information aus erster Hand zu Finanzierungsfragen zu bieten. Der Iran ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, der zweitgrößte Markt der Region (nach Saudi-Arabien). Wirtschaftsbeziehungen sind ein außerdem ein wesentlicher Aspekt zur Stabilisierung der Region. Im Iran entsteht gerade jetzt ein Mittelstand, der neue Marktchancen eröffnet. Verhandlungen gestalten sich zwar herausfordernd, aber es handelt sich um verlässliche Partner mit Handschlagqualität. Aufbauend auf das französische Rechtssystem ist im Iran als wesentlicher Faktor für Exporteure, ein funktionierendes Rechtsstaatlichkeitssystem etabliert. All diese Faktoren machen den Iran zu einem der höchst relevanten Zukunftsmärkte, mit dem man sich jetzt befassen sollte.

 

vlnr: Dr. Claudia Raml (Oberbank) mit Dr. Erhard Busek und Gabriele Stowasser (Präsident bzw. Vorstand Intl. Relations, SENAT DER WIRTSCHAFT)

 

SENATs-Vorstand für International Relations, Gabriele Stowasser, und SENATs-Präsident Dr. Erhard Busek, begrüßten mit über 25 außenhandelsinteressierten Gästen die Iran-Bankenexpertin Dr. Claudia Raml, von der Oberbank, die am Tag nach dem SENATs-Iran-Talk als erste europäische Bank ein Rahmenkreditabkommen mit dem Iran unterzeichnet hat. Sie gab vor dem Hintergrund der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit dem Iran, einen Abriss über die Möglichkeiten zur Organisation des Zahlungsverkehrs und was dabei bedacht werden muss.

 

 

Ein sehr wesentlicher Faktor ist dabei die Notwendigkeit, nicht nur das Unternehmen als Bankkunde zu kennen, sondern die Verpflichtung, dass die Bank auch die Kunden ihrer Kunden kennt. Weiters sind die Divergenzen der Wechselkurse eine wesentliche Thematik, bei denen Kenntnisse der Situation notwendig ist um saubere Geschäfte zu gewährleisten.

 

Dr. Claudia Raml, Iran-Expertin der Oberbank

 

Aufgrund der USA-Situation muss besonders beachtet werden, dass kein USA-Bezug in der Geschäftsgebarung bestehen darf, der mehr als 10% des Geschäftsvolumens übersteigt. Im Hinblick auf die zugelassenen handelnden Personen spielen dabei scheinbar unwesentliche Faktoren eine Rolle, denn die Ausstellung einer Green Card für einen Unternehmensmitarbeiters reicht hier bereits, um als irritierender Faktor eine Handelsbeziehung unmöglich zu machen.

Besonders hingewiesen wurde auch darauf, dass die Finanzierungen durch die Österreichische Kontrollbank gedeckt sind. Das Rahmenabkommen, das jetzt fertig verhandelt und unterzeichnet ist, ist nicht beschränkt oder mit einem Betrag gedeckelt. Besonders hingewiesen wurde auch darauf, dass die Finanzierungen derzeit bis zu einer Milliarde EURO insgesamt durch die Österreichische Kontrollbank garantiert werden können. Seitens des Iran werden noch eventuelle Mindestfinanzierungsvolumen diskutiert.

Für Detailinformationen zur Wirtschaftsdelegationsreise des SENAT DER WIRTSCHAFT wenden Sie sich bitte an uns:

 

>> INFORMATION ZUR IRAN-REISE ANFORDERN

 

 

 



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