22. SEPT. 2017 | SEF17 – SOCIAL ENTREPRENEURSHIP FORUM

 

 

Der SENAT DER WIRTSCHAFT ortet beim 4. Social Entrepreneurship Forum konkreten Handlungsbedarf zur Förderung des Sozialunternehmertums

 

Bereits zum vierten Mal veranstaltete der SENAT DER WIRTSCHAFT ein umfassendes Symposium zu aktuellen Themen des Sozial-Unternehmertums. Dieses Jahr stand dabei das Wort „Impact“ im Zentrum. Einerseits wurde die aktuelle und die künftige Impact-Entwicklung dieses Konzepts dargestellt, dass auf die unternehmerisch orientierte Lösung sozialer Probleme abzielt.

Nach der Eröffnung des SEF17 durch SENATs-Vorstand Gabriele Stowasser, Co-Veranstalterin Mag. Waltraud Martius (SYNCON) und Günter Benischek (Leitung Social Banking, ERSTE BANK) wurde in einem hochkarätig besetzten Podium mit der Wiener Landtagsabgeordneten Mag.ª (FH) Tanja Wehsely (SPÖ), Karen Wendt (ECCOS Impact GmbH), Dr. Günther Bergauer (Bankhaus Schelhammer & Schattera AG), Jakob Detering (Social Impact Award Europe), Wolfgang Deutschmann (GREEN ROCKET GmbH) und Dr. Bernhard Weber (ICEP) klargemacht, dass Social Entrepreneurship künftig eine  gewaltige Rolle spielen wird. Einerseits im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zur Armutsbekämpfung in vielen Regionen der Erde, wie auch direkt in unserem Land, in dem Aufgaben, die direkt am und mit Menschen zu tun haben, durch die Digitalisierung nicht ersetzt werden können. Ganz das Gegenteil ist der Fall: Gerade durch die Kombination von technischen Lösungen und sozialen Anforderungen entstehen unternehmerisch relevante Ansätze. Unterstützt werden diese Entwicklungen durch moderne Finanzierungskonzepte, die bislang gar nicht existierten.

Unmittelbar im Anschuss daran ortete das mit Mag.ª Marlies Baurecht (Austria Wirtschaftsservice GmbH),  Christine Jama, MSc (Verein “SEF”), Bernhard Hofer (talentify GmbH),  Matthias Reisinger (Impact Hub Vienna), Dr. Peter Vandor, MIM (Social Entrepreneurship Center – WU) und Hans Harrer (SENAT DER WIRTSCHAFT) ergänzte Podium die Notwendigkeit einer institutionellen Interessensvertretung für Sozialunternehmer, die permanent dafür wirkt, die nötigen Rahmenbedingungen herzustellen. Das betrifft die praxisgerechte Ausrichtung der rechtlichen Grundlagen, wie auch die Weiterentwicklungsnotwendigkeiten bei Förderinstitutionen und den SozialunternehmerInnen. Dabei ist eine Einbettung und Vernetzung in gesamteuropäische Initiativen unabdingbar.

Ein wesentliches inhaltliches Ergebnis wurde beim Podiumsgespräch zum Thema „Dringend notwendige Optimierungen“ erarbeitet. Die ExpertInnen der vorangegangenen Podiumsdisukussion, ergänzt um Rechtsanwältin Dr. Nina Ollinger, LL.M. und Rechtsanwalt Dr. Keyvan Rastegar LL.M. erarbeiteten einen Katalog notwendiger Maßnahmen für die Regierung der neuen Legislaturperiode. Der SENAT wird die Ergebnisse in einem PLÄDOYER zusammenfassen und noch vor Beginn der Regierungsverhandlungen an die Parteien übermitteln.

Nach der umfassenden Möglichkeit für Informationsaustausch und Networking zu den Bereichen Gründen, Multiplizieren, Finanzieren und den anwesenden Best-Practice-Social EntrepreneurInnen, wie Elisabeth Krön (Specialisterne), Hannah Lux (Vollpension), schoss der SEF17 mit einem weiteren Höhepunkt.

Der international in 16 Ländern der Welt tätige Impact-Investor Alon Shklarek stellte sein Verständnis von Impact dar und zeigte auf beeindruckende Weise, was die Schlüsselfaktoren für Erfolg sind. Er ging dabei auf die Aspekte Idee, Kontext, Geschäftsmodell, Team, Umsetzung und Finanzierung ein und zeigte eindrucksvoll, wie konkrete Ergebnisse in schnellstmöglicher Zeit erzielt werden können.

Jochen Ressel, der als Geschäftsführer-Operations des SENAT den Tag moderierte, stellt abschießend fest: „Es gibt viel zu tun – in diesem Bereich ganz generell für die SozialunternehmerInnen und damit befassten Instiutionen, aber auch für uns als SENAT als unmittelbare Folge dieses Fachsymposiums. Ein Hauptpunkt für den SENAT ist die bessere Verankerung von Social Entrepreneurship im Gesamtkonzept einer funktionierenden Wirtschaft und Gesellschaft, die viele soziale Herausforderungen nur mit der Hilfe von SozialunternehmerInnen lösen wird können. Daher gilt es, JETZT diese Voraussetzungen für eine noch viel breitere Multiplikation von Social Entrepreneurship zu erarbeiten. Der SENAT wird alles in seiner Macht stehende tun, um dabei zu unterstützen.“