24. MAI 2018 | PRÄSENTATION DER FINANZIERUNG-TOOLBOX DES SENATS

 

 

Am 24. Mai 2018 lud der SENAT DER WIRTSCHAFT UnternehmerInnen und Unternehmer zur Präsentation der neu entwickelten Finanzierungs-Toolbox der MITTELSTANDS-ALLIANZ ein. Im 20. Stock des PORR-Hauptgebäudes am Laaerberg in Wien mit großartigem Ausblick über die Stadt begrüßte Senator Ing. Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR AG, die ca. 100 Gäste und betonte, dass auch für einen Konzern wie die PORR der Mittelstand von eminenter Bedeutung als Lieferant und Innovationspartner ist. Daher freut sich die PORR, eine solch wichtige Veranstaltung zu hosten.

SENATs-Vorstandsvorsitzender Hans Harrer machte in seinen einführenden Worten unmissverständlich klar: „Wenn die Mitte ins Wanken gerät, weil sich die Politik nur mit den Rändern beschäftigt, dann ist eine Gefahr für die Gesellschaft gegeben.“ Zur Absicherung des Mittelstandes gehört daher auch eine auf diese Zielgruppe ausgerichtete Finanzierungmöglichkeit.

Dr. Johannes Linhart, Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ, zeigte in weiterer Folge die Intentionen und die Funktionsweise der neu entwickelten Finanzierungs-Toolbox auf, die am Webportal des SENATs und auch auf der Website der MITTELSTANDS-ALLIANZ (www.mittelstands-allianz.at) zugänglich ist. „Mit der vom Senat entwickelten Finanzierungs-Toolbox gewähren wir Unternehmen die Möglichkeit, sich über vielfältige Finanzierungslösungen zu informieren und mit den dazu nötigen ExpertInnen zu vernetzen, um so eine optimale Lösung erarbeiten zu können“, führte er aus.

In jeweils 7 min langen Kurzstatements wurden daraufhin einige der wesentlichen Elemente der Toolbox kurz angesprochen, bevor die Gäste die Möglichkeiten hatten, sich an verschiedenen World-Cafe-Tischen mit den anwesenden ExpertInnen im Detail auszutauschen.

  • Wie mit Risikokapital das Eigenkapital gestärkt und das Wachstum z.B. durch die Eroberung neuer Märkte ermöglicht werden kann, zeigte Dr. Rudolf Kinsky, Vorstand der Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation (AVCO), auf.
  • Die regionale Mittelstandssicherung thematisierte Dipl.-Ing. Gregor Rosinger, Inhaber der Rosinger Group, auf sehr anschauliche Weise, nicht nur durch seine Beratungserfahrung bis hin zum IPO, sondern auch durch die von ihm getätigten Unternehmenskäufe und Restrukturierungen.
  • Dass dem Unternehmen durch Crowdinvesting nicht nur Mezzanine-Kapital zugeführt wird, sondern diese moderne Finanzierungsform auch eine erhöhte Kundenbindung ermöglicht und zudem auch ein ideales Marketinginstrument darstellt, wurde von Mag. Günther Lindenlaub, Geschäftsführer der Finnest GmbH, aufgezeigt. Darüber hinaus gilt FinnestPro als innovative Plattform für Schulscheindarleihen und das schon ab 2 Mio. Euro, eine Finanzierungsform, die in Österreich noch eher unbekannt ist.
  • Mag. Sebastian Haupt, Steuerberater und Director bei TPA veranschaulichte den Anwesenden eindrucksvoll, wie sich Unternehmen durch bilanzielle Möglichkeiten, vor allem auch bei Nachfolgefragen, optimaler aufstellen können.
  • Mit Factoring sich Liquidität schaffen zeigte Christoph Syfried von der Raiifeisen Factor Bank AG auf.
  • Und dass auch eine Kreditfinanzierung durchaus Sinn machen oder als Teil einer kreativen Finanzierungslösung dienen kann, erläuterte Mag. Dr. Andreas Strasser, von der Hypo NOE Group.

Da aber bei jeder Finanzierungslösung auch die rechtlichen Fragen nicht vergessen werden dürfen, um sich nachträgliche Probleme zu ersparen, kam auch Dr. Bernhard Schatz, Partner der bpv Hügel Rechtsanwälte, zu Wort. Dabei wurden die sensiblen Themen Nachfolge und Insolvenz besonders hervorgehoben.

Die vom SENAT klimaneutral gestellte Veranstaltung war für die Gäste hochinteressant und die Inhalte entsprechen auch den Ethikgrundsätzen des SENAT, wie der Vorsitzende des Ethikbeirats des SENAT DER WIRTSCHAFT, Dir. Günter Bergauer, MBA, vom Bankhaus Schelhammer & Schattera, hervorhob. Er forderte auch die Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auf, Kontakt mit dem Beirat aufzunehmen, wenn diesbezügliche Fragen im Unternehmen diskutiert werden.

Im Anschluss nutzten die Anwesenden ausgiebig die Möglichkeit, sich mit den ReferentInnen in kleinen Gruppen auszutauschen. Der Abend endete mit einem Get-together mit dem beeindruckenden Blick über die gesamte Stadt.

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