24. OKT. 2017 | SYMPOSIUM „DAS GUTE GELD“ – GUNSKIRCHEN | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

24. OKT. 2017 | SYMPOSIUM „DAS GUTE GELD“ – GUNSKIRCHEN

 

 

„Das ‚gute‘ Geld – Investieren mit MehrWert“

 

„Jeder kann ethisch und nachhaltig anlegen“ als zentrale Botschaft des Nachhaltigkeits-Finanz-Business-Talks der Raiffeisen Gunskirchen, des Klimabündnisses Oberösterreich und des SENAT DER WIRTSCHAFT.

 

Rund 200 interessierte Besucherinnen und Besucher aus ganz Österreich, nahmen am ersten Forum „Das ‚gute‘ Geld – Investieren mit MehrWert“ teil, das am 24. Oktober 2017 im Veranstaltungszentrum Gunskirchen stattfand. Unter den Gästen waren die Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz von den Grünen und der Bürgermeister von Gunskirchen Josef Sturmair. Nach der Intro-Keynote von SENATs-Vorstandsvorsitzenden Hans Harrer folgte ein Feuerwerk an hochrelevanten Informationen.

 

Hubert Pupeter (Raiffeisen Gunskirchen, Umweltcenter), Prof. Dr. Dirk Solte und Hans Harrer (beide SENAT DER WIRTSCHAFT), Mag. Norbert Rainer (Klimabündnis Oberösterreich)

 

„Es kann bereits jede und jeder, sei es mit einem kleineren Budget von 100 Euro oder mit etwas mehr etwas für unsere Umwelt und für unsere Zukunft tun“, sagt Pupeter im Rahmen der Veranstaltung mit informativen Round-Table-Gesprächen und Workshops mit Expertinnen und Experten der Banken- und Finanzbranche. „Besonders wichtig war es uns, die große Vielfalt der Spar- und Investitionsmöglichkeiten aufzuzeigen. Hier findet jeder etwas nach seinen budgetären Möglichkeiten und Interessen“, so Rainer über die inhaltliche Breite der Veranstaltung.

Möglichkeiten um sein Geld nachhaltig anzulegen, gibt es viele. „Klein- bis Großunternehmen können sich ganz ohne Mehrkosten und –aufwand für eine nachhaltige Veranlagung, der gesetzlich verpflichtenden Beitragszahlungen zur Abfertigung Neu aussprechen. Das ist vielen noch gar nicht bewusst“, sagte der Geschäftsführer der fair-finance Vorsorgekasse AG Markus Zeilinger in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit und Rendite – Österreichs Vorsorgekassen zeigen wie es geht“. Derzeit werden annähernd zehn Mrd. Euro in den österreichischen Vorsorgekassen verwaltet. Über Crowdfunding- oder Bausteinaktionen sowie über außerbörsliche Aktiengesellschaften referierten der Geschäftsführer der Grünen Erde, Kuno Haas und Michael Trcka, Finanzvorstand der WEB-Windenergie im Workshop „Alternative Investments – Nachhaltige Alternativen zum klassischen Sparbuch“. „Crowdfunding für nachhaltige und sozialethische Projekte – wie Aufforstungsprojekte oder Naturstrom – schafft Investitionschancen, bei denen Anleger profitieren und gleichzeitig Gutes wachsen kann. „, so beide einstimmig.

Im Round-Table-Gespräch „Grüne ethische Banken – Bank für Gemeinwohl und Umweltcenter sind Vorbild“ zeigte sich das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen als erfolgreicher Pionier. Auf dem Weg der grünen Geld- und Sparanlagen wird seit Jahren ausschließlich in nachhaltige Projekte und Unternehmen investiert. Mittlerweile hat sich die Bank als DIE grüne Bank in ganz Österreich etabliert. „Die bisher finanzierten Umweltprojekte reichen vom ökosozialen Wohnbau, über Windenergie, Biomasse, Photovoltaik bis hin zu E-Mobilität. Jeder Euro, der bei uns veranlagt wird, kann etwas bewirken. Wirklich jeder kann etwas beitragen“, erläutert Pupeter. Das Umweltcenter ist ständig auf der Suche nach innovativen, nachhaltigen, sozialen und ökologischen Projekten in ganz Österreich.

Dem schloss sich Roland Hainzl von Österreichs erster Ethikbank, dem Projekt Bank für Gemeinwohl, an: „Banken tragen zukünftig eine noch größere Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber. Ich bin überzeugt, dass ein nachhaltiger Wandel des Finanzwesens – hin zu mehr Gemeinwohl-Orientierung – möglich ist, um den Kundinnen und Kunden Transparenz, Mitbestimmung und Verantwortung zuteilwerden zu lassen.“ Florian Hauer, Fondsmanager des Kepler Ethik Aktienfonds, berichtete in „Aktien und Fonds – Ethisch Veranlagen mit Wertpapieren lohnt sich“ über das breite Angebot an grünen und nachhaltigen Anlegeformen im Wertpapierbereich. „Ethisch-ökologische Veranlagungen erbringen auch attraktive Renditen und sind gegenüber traditionellen Geldanlagen mehr als konkurrenzfähig. Zudem ist Transparenz essenziell“, so Hauer. „Die Frage, die man sich vor einem Investment stellen sollte ist: Welche Auswirkungen haben meine Investmententscheidungen – für mich, die Umwelt und die Gesellschaft“, so Katharina Muner-Sammer von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), Bereich Grünes Investment.

 

Das ‚gute‘ Geld der Zukunft

Der renommierte deutsche Zukunftsforscher und Finanzexperte, der im Rahmen des SENAT DER WIRTSCHAFT Deutschland den Vorstandsbereich „Ökonomie und Finanzmarkt“ leitet,  Prof. Dr. Dirk Solte referierte zum Abschluss der Veranstaltung „Das ‚gute‘ Geld – Investieren mit MehrWert“ über Investitionen der Zukunft und wohin das Finanzsystem in Zukunft steuern wird. „Wann haben wir genug? Es liegt an jedem einzelnen, diese Schlüsselfrage für sich zu entscheiden. Als weltweites Kollektiv bestimmen wir durch unser daraus abgeleitetes Handeln über weit mehr als die Stabilität des Weltfinanzsystems. Wir entscheiden jetzt über unsere Zukunft“, appelliert Solte an die Besucherinnen und Besucher, Verantwortung zu übernehmen. In der vom SENATs-Geschäftsführer-Operations, Jochen Ressel, moderierten Podiumsdiskussion wurden die zentralen Botschaften und Handlungsoptionen nochmals zusammengefasst und beim anschließenden Get-together diskutiert.

 

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