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Schwerpunkt Wirtschaft | DER WERT DER BÜRGER/INNEN-BETEILIGUNG

Schwerpunkt WIRTSCHAFT

 

Der Wert der BürgerInnen-Beteiligung

 

Zum Glück gibt in unserem Land Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die offen sind für innovative Lösungen und sogar aktiv versuchen, diese zu finden und zu fördern. BürgerInnen-Beteiligung ist dabei eine gute Sache. Mit der Nutzung von digitalen Medien kostet sie wenig, ist sehr effektiv und hilft den Verantwortlichen, neue Ideen zu finden, diese zu evaluieren und ein breites Meinungsbild der BürgerInnen oder auch anderer Anspruchsgruppen einfließen zu lassen.

 

Warum passiert dann nur so wenig und das was passiert bleibt ohne Wirkung?

Beim Stichwort Wirkung ist es vor allem die Wirkungsmessung, die eine große Bedeutung hat. Diese Wirkungsmessung ist in Gemeinden schlichtweg schwierig. Die wenigsten Gemeinden betreuen ihre BürgerInnen aktiv. Generell wird versucht sich passiv im Hintergrund zu halten. Wie machen das Unternehmen? Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass es bedeutende Unterschiede zwischen Unternehmen und Gemeinden gibt, aber eben auch Parallelen. Wir vertreten die Meinung, dass Gemeinden ihre BürgerInnen als KundInnen sehen sollten. Daher ist ein aktives Customer Relationship Management von nöten.

BürgerInnen sollen die Möglichkeit haben, Feedback zu geben, eigene Ideen einbringen und die Entwicklung einer Gemeinde aktiv mitgestalten. Auch Unternehmen oder andere Segmente sind wichtige Anspruchsgruppen. Auch sie sind von Entscheidungen einer Gemeinde sehr stark abhängig und immer wieder davon betroffen.

 

Digitalisierung schafft Möglichkeiten für BürgerInnen-Beteiligung

Die Digitalisierung der Gemeinden ist eine große Chance für mehr BürgerInnen-Beteiligung. Ein Beispiel: Eine neue Software für Gemeinden (Vocita) ermöglicht es, verschiedene Zielgruppen zu segmentieren und zu befragen. Eine dieser Zielgruppen können die Unternehmen einer Gemeinde sein. Dadurch entsteht eine Möglichkeit, die Unternehmerinnen und Unternehmer in kurzen Umfragen zur Meinungsäußerung einzuladen und Fragen in weniger als 30 Sekunden zu beantworten. Dadurch verlieren die Unternehmen keine Zeit und können trotzdem viel beeinflussen. So können Gemeinden nicht nur die eigenen BürgerInnen als wertvolle Partner integrieren, sondern auch die Geschäftsführungen und EntscheiderInnen der heimischen Unternehmen. Kurze Analysen helfen den Gemeinden, zukünftige Projekte zu planen und mehr über die heimischen Unternehmen zu erfahren. Wie beurteilen die Unternehmen die Kommunikation mit der Gemeinde? Wie zufrieden sind sie mit den Entscheidungen und der Unterstützung? Nur zwei kurze Fragen, die einer Gemeinde bereits einen Gesamtüberblick verschaffen und die Unternehmen an eine neue Situation gewöhnen können. Einfache Zufriedenheitsfragen, in Kombination mit offenen Fragen, können zahlreiche Ideen generieren.

Davon profitieren auch die Unternehmen, indem sie mit ihren Ideen direkt auf Fragen der Gemeinde Antworten geben können – und oftmals sind es bereits Kleinigkeiten, die viel bewegen können. Die Digitalisierung der Regionen ist daher ein wichtiger Schritt, für ein Mehr an BürgerInnen-Nähe und demokratischer Mitbestimmung.

 

Bei Beitrag von Breier Matthias, Bsc. | Geschäftsführer der Vocita LVC in Vaduz – matthias.breier@vocita.com in Zusammenarbeit mit Senator Stefan Fazekas | WarpInnovation

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