2018-Nr.1 | MASSNAHMEN ZUR VARROA MILBEN-BEKÄMPFUNG

2018-Nr.1 | MASSNAHMEN ZUR VARROA MILBEN-BEKÄMPFUNG

DIE BEKÄMPFUNG DER VARROATOSE RETTET DIE BIENENVÖLKER UND SICHERT DAMIT DIE LANDWIRTSCHAFTLICHE PRODUKTION ÖSTERREICHS!

 

Der SENAT DER WIRTSCHAFT richtet mit diesem PLÄDOYER einen dringlichen Appell an Frau Elisabeth Köstinger,  Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, den „Varroa Controller“ umgehend auf die Liste förderungswürdiger Imkereigeräte gem. Sonderrichtlinie VO (EU) Nr. 1308/2013 Anhang 2 zu nehmen und damit die wirksame Bekämpfung der Varroa Milbe mittels Hyperthermie zu unterstützen.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Die Varroa Milbe, ein Parasit, der vor 30 Jahren aus Asien eingeschleppt wurde, ist seit ca. sieben Jahren zu einer nach wie vor anhaltenden realen Gefahr geworden und bedroht die Bienenvölker in Europa massiv. Die Bienen sind wegen der von ihnen vollbrachten Bestäubungsleistung im Gesamtwert von € 22 Mrd. das drittwichtigste Nutztier der europäischen Landwirtschaft.

In Summe sind bereits jetzt € 2,5 Mio. für Imkereiförderung vorgesehen. Von den abgerufenen Fördergeldern in Höhe von € 1,6 Mio. gingen jedoch nur € 12.888,- (2013/14 = 0,8%) und € 4.075,20 (2014/15 = 0,25%) in die Varroatosebekämpfung!

Um die landwirtschaftliche Produktion zu sichern, muss das Problem sofort umfassend und mit neuen Ansätzen angegangen werden! Dieses Jahr ist es besonders kritisch, weil die Bienen witterungsbedingt schon wieder in Brut sind. Ein Zuwarten bis zur nächsten Periode des „EU-National Apiculture Programmes“ Ende 2019 wäre fatal! Daher müsste die zur Bekämpfung geeignete Maßnahme „Varroa Controller“ umgehend auf die Liste förderungswürdiger Imkereigeräte gesetzt werden.

 

DETAILINFORMATIONEN

Grundsätzliches

Der SENAT DER WIRTSCHAFT fordert kein zusätzliches Geld, sondern die Implementierung von Maßnahmen, damit Hyperthermie-Geräte, insbesondere der „Varroa Controller“, von ImkerInnen zur Varroatose-Bekämpfung verstärkt verwendet werden. Dies wäre durch den Zugang zu Förderungen sowie durch die damit verbundene erhöhte Publizität, schnell erreicht. Durch eine Ergänzung der Liste för-derungswürdiger Geräte würden somit mehr ImkerInnen ihre Völker jederzeit behandeln und dadurch sicher überwintern können, um damit die zukünftige Bestäubungsleistung sicherzustellen.

Wir sind davon überzeugt, dass den ImkerInnen in Österreich mit dieser Maßnahme zu einem sehr einfachen, aber bahnbrechenden Erfolg bei der Bekämpfung der Varroatose verholfen werden kann, womit Österreich als Vorreiter in Europa Schule machen kann und unser Land damit einen weithin anerkannten Grundstein zur Rettung unserer Bienen und des ökologischen Gleichgewichts setzen wird!

 

Frühjahrsbehandlung besonders wichtig!

Im Frühjahr 2018 ist ein massives Bienensterben zu erwarten: Das ungewöhnlich warme Wetter hat die Bienen schon jetzt veranlasst, wieder in Brut zu gehen, was zahlreiche ImkerInnen bereits bestätigt haben. Dadurch kann sich die Varroa Milbe schon jetzt vermehren, da die Bienen keinen Brutstopp mehr machen. Das wird dazu führen, dass die kritische Population an Milben, die den Bienen gefährlich wird, längst VOR der Honigernte im Juli/August erreicht sein wird.

Eine chemiefreie, hyperthermische Frühjahrsbehandlung mit dem „Varroa Controller“ ist heuer wichtiger denn je und daher ist ein Anreiz für ImkerInnen noch in diesem Frühjahr essentiell, um auf dieses höchst wirkungsvolle Verfahren umzustellen. Ein Zuwarten bis zur nächsten Periode des „EU-National Apiculture Programmes“  (und der damit verbundenen Neuaufstellung der Geräteliste) im Juli 2019, wäre auch für die Landwirtschaft schädlich, die auf die Bestäubungsleistung der Honigbienen angewiesen ist. Es wird vorausgesetzt, dass die Problematik des Bienensterbens und die dramatischen Folgen für das ökologische Gleichgewicht und somit für unsere Nahrungskette, weitgehend bekannt sind.

 

Informationen zu Varroa Controller & Hyperthermie

Der Varroa Controller ist ein österreichisches, patentiertes Produkt, das seit 2010 auf dem Markt ist und nachweislich das einzige 100 %-ig erfolgreiche Verfahren zur Bekämpfung der Varroa Milbe mittels Hyperthermie ist. Das Verfahren ist völlig chemiefrei und damit jederzeit im Bienenjahr einsetzbar. Dieser Nachweis wurde sowohl von der Bayerischen Landesregierung als auch z. B. in Vorarlberg erbracht, wo der Controller bereits in vielen Imkervereinen genutzt wird. Apiservice Schweiz empfiehlt den BienenberaterInnen den Varroa Controller als wissenschaftlich getestetes Gerät.

Als Ingenieur und leidenschaftlicher Imker hat Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer der ECODESIGN company GmbH, das Problem früh erkannt und mit seinem Team 2010 den weltweit einzigartigen Varroa Controller (www.varroa-controller.com) entwickelt. Mit diesem kann man schon zeitig im Frühjahr die Varroa Milbe bekämpfen und das

  • ausschließlich mit Wärme (Hyperthermie) und
  • völlig ohne Einsatz von Chemie.

Der Einsatz chemischer Mittel ist erst nach der Honigernte im Juli/August erlaubt. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber meistens schon zu spät und die ImkerInnen stehen vor der Frage, ob sie die Honigernte noch abwarten können, oder ob sie nicht schon längst eine Behandlung gegen die Varroa Milbe in die Wege leiten müssten. Mit dem Varroa Controller kann man beides:

  • Rechtzeitig behandeln, sodass die Milbe nicht gefährlich werden kann und
  • in Ruhe die Honigernte abwarten.

Der patentierte Varroa Controller wurde 2017 von der Bayrischen Landesanstalt für Bienenkunde getestet und hat diesen mit 97 % Wirksamkeit als das beste Hyperthermie-Gerät am Markt beurteilt.

 

Die bisherigen Argumente gegen dieses Verfahren

  • „Hyperthermie funktioniert nicht“: Die Studie aus Bayern und die vielen positiven Erfahrungsberichte mit dem Varroa Controller aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, der Slowakei und Tschechien, zeigen das Gegenteil.
  • „Es gibt andere Hyperthermie-Geräte, die nicht funktionieren.“: Das stimmt und trifft auf alle Geräte zu, die so konstruiert sind, dass sie den gesamten Bienenstock aufwärmen und nicht nur die entnommenen, bienenfreien Brutwaben.
Daher muss genau unterschieden werden, wie Hyperthermie eingesetzt wird, denn jede Technologie kann richtig oder falsch verwendet werden. Die Wirksamkeit des Varroa Controllers ist nachgewiesen, weil die Technologie der Hyperthermie in diesem Fall richtig und damit höchst wirkungsvoll zur Anwendung gelangt.
  • „Die Imkerverbände sind dagegen“: Die Beharrungskräfte und das Festhalten am Althergebrachten ist im Verband auch dann noch sehr stark, wenn alte Konzepte, wie die Behandlung der Bienenvölker mit Säuren, nicht mehr funktionieren. 
Es ist vielmehr so, dass die Imkerverbände eigentlich in der Pflicht wären zu erklären, warum in den vergangenen Jahren jährlich weniger als 0,8% (!!!) des Förderbudgets für die Bekämpfung der Varroa Milbe aufgewendet wurde.

 

Das Generationenproblem der ImkerInnen lösen

Diese gesamte Thematik bekommt durch den anstehenden Generationenwechsel in den Imkereien eine zusätzliche Dimension: Das Durchschnittsalter der österreichischen ImkerInnen liegt bei über 60 Jahren. Viele von ihnen sagen, dass sie niemals neu beginnen würden, da die Imkerei durch die Varroa Milbe sehr komplex geworden ist. Es ist daher dringende Aufklärungsarbeit nötig, dass eine einfache und 100 %-ig erfolgreiche Varroa Milben-Bekämpfung durch Hyperthermie möglich ist. Man muss jungen, motivierten ImkerInnen diesen neuen, sicheren Weg im Umgang mit der Varroa Milbe aufzeigen.

 

Förderdaten zeigen: Keine zusätzlichen Gelder nötig!

Die österreichische Imkerschaft erhält jährlich Fördergelder in der Höhe von € 2,5 Mio. (davon 80% von der EU). In den Jahren 2013/14 und 2014/15 wurden nur € 12.888,- (das entspricht 0,8 %) bzw. nur € 4.075,20 (das sind 0,25 %) der damals zur Verfügung stehenden Förderung von € 1,6 Mio. für die Bekämpfung der Varroa Milbe aufgewendet! (Aktuellere Daten liegen uns leider nicht vor.)

Dies ist ein unerklärlich großes Missverhältnis, verursacht die Varroa Milbe doch Schäden in Millionenhöhe – und das jedes Jahr. Der Schaden eines einzigen toten Bienenvolks kann mit ca. € 350,- bis € 400,- bewertet werden. Für ImkerInnen mit einer Vielzahl an Bienenvölkern multipliziert sich diese Summe daher auf ein Vielfaches.

Im Frühjahr 2015 gab es in Österreich erstmals Gebiete ohne Bienen. Die Verluste lagen zum Teil bei 90 bis 100 %. Das Missverhältnis der Fördermittelverwendung und der Umstand, dass die Varroa Milben-Bekämpfung nicht umfassend angegangen wurde, was auch nicht im Sinne des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ist, wurden jetzt € 200.000,- aus dem Topf der € 2,5 Mio. Gesamtförderung (entspricht nur 8%) für eine Art „Warndienst“ veranschlagt, der ImkerInnen über die Gefährdungslage und über gute Behandlungszeitpunkte informiert. Daher würde die Förderzulassung für neue und wirkungsvolle Behandlungsmethoden diese Anstrengungen des Bundesministeriums noch weiter unterstützen.

Die Förderungen, die vom Imkereidachverband „BIENE ÖSTERREICH“ (BÖ) abgewickelt werden, bekommen ImkerInnen aber nur für Geräte, die auf der Liste förderungswürdiger Geräte gem. Sonderrichtlinie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus aufscheinen (Sonderrichtlinie zur Imkereiförderung, Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 Anhang 2). Für neue und nachweisbar wirkungsvolle Instrumente, wie dem zuvor beschriebenen „Varroe Controller“, wird eine Änderung der Liste von BÖ, wenn überhaupt, frühestens für die nächste Periode ab Juli 2019 in Aussicht gestellt.

 

 

AN DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR NACHHALTIGKEIT UND TOURISMUS

Die dringliche Handlungsempfehlung des SENAT

 

Der SENAT DER WIRTSCHAFT bekennt sich zu folgender Handlungsempfehlung zur umgehenden Umsetzung durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus:

  • Verwendung der bereitgestellten und vorhandenen EU-Fördergelder, entsprechend des von der EU vorgesehenen Zwecks lt. Kategorie B: Varroa Milben-Bekämpfung.
  • Bereitstellung einer zusätzlichen Förderung, damit die neue Technologie der Hyperthermie mehr ImkerInnen erreicht.
  • Außerdem empfehlen wir, einen Teil dieser Fördergelder aus der Verteilungskompetenz der BÖ zu nehmen und direkt beim Kauf des Varroa Controller zu vergeben (ähnliche Funktionsweise wie die Elektromobilitätsförderung des Bundesministeriums).
  • Wir empfehlen die Aufnahme des Varroa Controllers in die Liste förderwürdiger Imkereigeräte gem. Sonderrichtlinie VO (EU) Nr. 1308/2013 Anhang 2. Begründet wird diese Empfehlung zusammenfassend wie folgt:
    • nachweislich 100 %-ig erfolgreiches Verfahren
    • chemiefrei
    • jederzeit im Bienenjahr einsetzbar
    • österreichisches, patentiertes Produkt, das sich seit acht Jahren am Markt bewährt.

 

Wien, 23. Jänner 2018

Für den SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich

  • Hans Harrer | Vorstandsvorsitzender
  • Dr. Johannes Linhart | Geschäftsführer – Mittelstands-Allianz
  • Jochen Ressel | Geschäftsführer – Operations

 

WEITERE INFORMATIONEN

Für zusätzliche und ergänzende Informationen zu diesem PLÄDOYER sowie über den SENAT DER WIRTSCHAFT und seine Aktivitäten, wenden Sie sich bitte direkt an:

 

LITERATUR UND LINKS

 

 

>> DOWNLOAD: PLÄDOYER 2018-NR.1 „MASSNAHMEN ZUR VARROA MILBEN-BEKÄMPFUNG

 

 

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