31. JÄNNER 2018 | GESUNDHEITS-BUSINESS BREAKFAST: HEART2BUSINESS | Senat der Wirtschaft

Rückblicke

31. JÄNNER 2018 | GESUNDHEITS-BUSINESS BREAKFAST: HEART2BUSINESS

 

Den Herzschlag des Unternehmens stärken!

 

Am 31. Jänner 2018 fand die erste Veranstaltung zum Gesundheitsbereichs des SENAT DER WIRTSCHAFT im neuen Jahr in Zusammenarbeit mit Senatorin Mag. Andrea Ristl statt. Bei dem von über 70 EntscheiderInnen besuchten Business-Breakfast wurde eine Lösung für Betriebliche Gesunheitsvorsorge vorgestellt, die auch in die SENATs-Gesundheits-Toolbox aufgenommen wurde: Heart2business.

 

 

In den Begrüßungsworten hob Jochen Ressel, Geschäftsführer – Operations des SENAT, hervor, dass es zwar eine Menge von Instrumenten am Markt gibt, dass UnternehmerInnen jedoch Schwierigkeiten haben zu entscheiden, welche davon wirklich positive Effekte bewirken. Bei den meisten angebotenen Lösungen benötigt man fundiertes medizinisches Wissen, um dies einschätzen zu können. Daher hat der SENAT mit seiner Gesundheits-Toolbox eine Sammlung von erwiesenermaßen wirkungsvollen Instrumenten zusammengestellt. Ein Konsortium aus FachexpertInnen aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen hat verschiedene Tools auf deren Wirkungsrelevanz evaluiert und die besten davon in die Toolbox aufgenommen. Der SENAT wird die einzelnen Tools daher laufend vorstellen – bei Veranstaltungen, aber auch im Wirtschaftsmagazin SENATE bzw. im elektronisch erscheinenden SENATs-Journal.

Ressel zeigte auch die politische Dimension des Themas auf. Es muss gelingen, dass Unternehmen, die aktiv vorangehen und wirkungsvolle Betriebliche Vorsorge-Konzepte etablieren, dafür auch „belohnt“ werden und weniger Belastungen zu tragen haben als Unternehmen, die das nicht tun. Genauso müssen ArbeitnehmerInnen, die diese Angebote nutzen und so präventiv mithelfen, Behandlungskosten zu vermeiden, entlastet werden. Das geht einher mit der Entwicklung neuer Berufsbilder, die geschaffen werden müssen, um das aktuelle „Krankheits-System“ in ein Gesundheits-System umzuwandeln, das diesen Namen auch verdient. Er führte beispielhaft die Etabierung einer betriebsärztlichen Struktur für Klein- und Mittelbetriebe sowie das Berufsbild des „Betrieblichen Gesundheitscoaches“ an.

Anschießend zeigte Elfriede Kraft, Leiterin Administration & Human Resources von 6B47, am Beispiel des eigenen Unternehmens, welche Herausforderungen große Wachstumsraten an die Menschen in einem Unternehmen stellen und wie man damit umgehen kann. Der Arbeitsraum ist zu einem großen Teil des Tages auch Lebensraum und muss als solcher auch verstanden werden, was auf die Gestaltung große Auswirkungen hat. Sie hob die Bedeutung der Führungsarbeit mit Führungskräften hervor, denn sie sind es, die werteorientiertes Management im Unternehmen multiplizieren.

 

Senatorin Mag. Andrea Ristl, Geschäftsführerin von Heart2business, stellte daraufhin die Lösung vor, die auf der Basis von mehr als 10 Jahren wissenschaftlich orientierter Entwicklungsarbeit entstanden ist. Die Methode der Herzratenvariabilitätsmessung (HRV) wird dabei genutzt, um die Gesundheitsentwicklung zu evaluieren und konkrete, auf die Person abgestimmte  Handlungsempfehlungen für präventive Maßnahmen zu empfehlen. Dabei werden vier Ziele verfolgt: 1. Die Ressourcen zu nutzen, 2. Das Potenzial entwickeln, 3. Die Fähigkeiten einsetzen und 4. Die Gesundheit fördern. Die 12-Monats-Begleitung umfasst ein Sucess-Portal inkl. Online-Coaches mit konkretem Feedback unter Einbindung von Audio und Video sowie die Integration verschiedenster Geräte, die einen Beitrag zur Datenerhebung leisten können, wie z.B. Schrittzähler, Pulsuhr etc.

Senator Mag. Markus Zemanek, MBA MAS, Partner bei Heart2business, machte abschließend die Handlungsnotwendigkeit deutlich. Dauerte früher ein Prozess zur Auftragsgenerierung ca. 3 Wochen, reduzierte sich das durch die Erfindung des Fax auf 3 Tage. Mittlerweile sind es nur mehr wenige Stunden. Diese Zeit mit hoher Dynamik bringt für viele Menschen aber große Herausforderungen mit sich. Der Gallup Engagement Index untersuchte 1.430 Personen im Hinblick auf ihre Leistungsbereitschaft in Unternehmen. Nur 16 % identifizieren sich mit ihrem Unternehmen und zeigen optimale Leistungsbereitschaft. Der Rest, 84 % (!!!) aller MitarbeiterInnen sind wenig bis gar nicht motiviert. Hier gilt es die Gründe dafür herauszufinden und Maßnahmen zu ergreifen, die die Attraktivität als arbeitgebendes Unternehmen steigern. Dabei spielt die Qualität der Führung eine besondere Rolle. Nur 20 % der Zeit werden von Führungskräften für wirkliche Führungsarbeit aufgewendet. Das Ergebnis: unklare Anweisungen und geringe Produktivität, woraus sich mangelndes Engagement der MitarbeiterInnen ergibt. Das sind einige der Ursachen für die dramatische Zahl an Burnout-Erkrankungen. In Europa verursacht dieses Krankheitsbild Kosten von Euro 117 Mrd. pro Jahr, in Österreich von Euro 3,3 Mrd. Heruntergebrochen auf eine einzelne Burnout-Erkrankung bedeutet das einen Schaden bei Früherkennung von Euro 2.300,- pro Person, bei beginnender Erkrankung von Euro 12.500,- (ca. 15 Tage Krankenstand), und bereits Euro 100.000,- pro Person bei voller Burnout-Erkrankung, mit 1 bis 2 Jahre Totalausfall, inkl. Kosten für Ersatzkräfte usw. (Quelle: WIFO-Studie). Aktuell sind in Österreich lt. der Allianz-Studie 2017 in Summe 220.000 Menschen (ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen) psychisch erkrankt. Daher bieten Lösungen wie Heart2business einen ganz konkreten Mehrwert, der sich sogar in Zahlen und Fakten darstellen lässt.

Im Anschluss an die Auführungen genossen die Gäste ein schmackhaftes Bio-Frühstück und tauschten sich untereinander aus. Jochen Ressel abschließend: „Unsere Senatorin Mag. Ristl hat das Zitat von Peter Drucker gebracht: Im Zentrum der kommenden Zeit stehen für die Erreichung der besten Ergebnisse der Mensch selbst und sein Verhalten. Das gilt in Zeiten der Digitalisierung verstärkt, da wir alle gefordert sind, uns in einer immer dynamischeren Welt zu orientieren. Daher freut sich der SENAT über die Bewusstmachung dieser Themen in Kombination mit konkreten Lösungsvorschlägen, wie dies heute mit Heart2business gelungen ist.“

 

 

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